Eltern spielen Counter-Strike

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat zusammen mit einer PR-Agentur einen Vorstellungstag für Counter-Strike abgehalten. Hier konnten einige Eltern mit der Hilfe von Medienpädagogen das Spiel ausgiebig testen.
Ich finde solche Informationsveranstaltungen sehr sinnvoll, denn jeder sollte wissen, worum es sich handelt, wenn mal wieder die Rede von Counter-Strike ist. Nur so kann man sich differenziert darüber äußern, ob ein solches Spiel ein Auslöser für einen Amoklauf ist.
Ein Video dazu findet gibt es hier
Einen Solchen Informationstag habe ich auch schon an meiner Schule durchgeführt.
Hier der Bericht, den Yanni und Robin mit mir dazu geschrieben haben.
Am Dienstag, den 25.11.2008 wurde in der Darmstädter Peter-Behrens-Schule ein Medieninformationstag abgehalten, der Lehrern einen Einblick in die aktuelle Medienwelt der Jugendlichen geben sollte. Es wurden verschiedene Computeranwendungen, wie z. Bsp. Computerspiele und Sozial Networks, vorgestellt.Das könnte Dich auch interessieren:
Zu Beginn gab es eine Präsentation über den Umgang der Jugendlichen mit den verschiedenen Medien und deren Konsumverhalten. Das gab den Lehrern, bei denen eher ein negatives Bild vorherrschte, einen überschaubaren und zugleich aufschlussreichen Einblick in das Thema. Es stellte sich heraus, dass sich das Verhalten der Jugendlichen in den vergangenen Jahrzehnten nicht großartig verändert hat, obwohl viele Eltern der Meinung sind, dass die Jugend von heute deutlich weniger Zeit mit sportlichen Aktivitäten oder etwa Lernen für die Schule verbringen und nur vor dem Computer sitzen, dabei läuft der Computer nur dem Fernseher immer mehr den Rang ab.Durch sozial Networks wie beispielsweise SchülerVZ, StudiVZ oder Wer-kennt-wen, macht man es potenziellen Kinderschändern sehr einfach, wenn man jedem preisgibt, wann man sich wo befindet.” Eltern und Lehrer müssen ihren Kindern und den Jugendlichen besser erklären, welche Folgen die Veröffentlichung privater Daten haben kann.
Drei Schüler der Peter-Behrens-Schule haben den Lehrern Computerspiele vorgestellt. Den Ego-Shooter „Counter-Strike“, der außerhalb der Spielergemeinschaft einen sehr schlechten Ruf hat und das meistgespielte Actionspiel ist und das Rollenspiel „World of Warcraft“, das Weltweit von mehr als 11 Millionen Menschen (Zahlen von Blizzard) gespielt wird.
World of Warcraft, auch bekannt als WOW, hinterließ bei den Lehrern ein sehr positives Bild, das nur von der hohen Spielzeit, die viele Spieler haben, getrübt wurde.
Bei Counter-Strike bot sich jedoch ein ganz anderes Bild. Viele empfanden das Spiel als primitiv und langweilig und konnten nicht verstehen, warum es so beliebt bei den Spielern ist. Oft wurde auch die Meinung vertreten, dass der Konsum von solchen Spielen zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft führe, auch wenn die Schüler das genaue Gegenbeispiel waren. Einige Lehrer erklärten sich das so, dass diese Schüler wohl aus einem besseren sozialen Umfeld kommen und somit nicht anfällig für eine solche Beeinflussung sind.
Doch auf die Angebote der Schüler, sich selbst mal als Spieler zu fühlen, ging niemand der Lehrer ein.
Aber abgesehen davon wurden auch Vorurteile geklärt.
Ein Zuschauer sagte: “Das ist Counter-Strike? Da fallen ja gar keine Körperteile ab?
Das zeigt, auf welche falschen Informationen viele Meinungen beruhen und dass es durchaus Sinn macht, solche Informationstage durchzuführen und dies auch an andere Schulen zu wiederholen.
1 Kommentar to Eltern spielen Counter-Strike
das ist der richtige weg, wie sollen menschen über etwas richten das sie nur vom hören-sagen kennen?!
20. Juni 2009